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„Werkhütte“ und „Spielhaus“ wurden eingeweiht
„Die Errichtung einer Werkhütte, in der die Kinder jederzeit in kleinen Gruppen ihre Fantasie und Kreativität entwickeln und ausleben können, stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, um die Handlungskompetenzen der Kinder zu stärken und zu erweitern.“ mit diesen Worten leitete die Leiterin des Kinderhauses Kunterbunt Frau Jungbauer die Einweihung der Werkhütte ein. Zur Einweihung waren neben vielen Kindern und Eltern auch Frau Grashei vom AWO-Kreisverband als Vertreterin des Trägers, dritter Bürgermeister Gürtner und der Vorsitzende des Kulturvereins Initiative e.V. Georg Wild gekommen.

Weiter erklärte Frau Jungbauer, dass die Konzeption des Kindergartens auf einer ganzheitlichen Erziehung beruhe, in der der Erwerb von Sachkompetenz einen sehr zentralen Aspekt darstelle. Diese Sachkompetenz werde zu einem überwiegenden Teil in realen Situationen erworben, d.h. die Kinder spielen nicht „als ob“, sondern würden richtiges Werkzeug verwenden, erfahren von Handhabung, Möglichkeiten, Grenzen aber auch Gefahren und werken wirklich.

Im Kindergarten selbst bestehe kaum die Gelegenheit, mit richtigem Werkzeug (Hammer, Nägel, Bohrer, Säge etc.) zu hantieren, da kein geeigneter Raum zur Verfügung stehe, erklärte Frau Jungbauer. „Durch das Tun in einer „Werkstatt“ werden folgende Erziehungsziele angestrebt bzw. erreicht: Fähigkeiten einschätzen lernen, Grenzen erleben, Konzentration und Ausdauer entwickeln, auf Genauigkeit achten, feinmotorische Förderung, sachgemäßen Umgang mit Werkzeug lernen, Selbstständigkeit und Selbstwertgefühl entwickeln, Umsetzen von Kenntnissen und Phantasie, Neugierde und Wissensdrang anregen, Notwendigkeit der Planung erkennen, Freude am handwerklichen Tun“, erklärte Jungbauer.

Diese Werkhütte biete aber auch ganz im Sinne des neuen Erziehungs- und Bildungsplans echte Möglichkeiten für grundlegende physikalische und chemische Erfahrungen für Kinder, so Jungbauer . „Denn im Alter bis zu 7 Jahren lernt das Kind vor allem durch Begreifen, Wahrnehmung und Bewegung, wiederholende und probierende Handlungen und Freude an seiner Tätigkeit“, betonte Jungbauer.

Anschließend erklärte Frau Grashei, dass der AWO Kreisverband Landshut e.V. seit 2004 gemeinsam in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Initiative Altdorf e.V. diesen Kindergarten betreibe . Die AWO ist Träger der Einrichtung und rechtlicher und juristischer Vertreter nach außen. Die Kulturverein unterstützt auf ehrenamtlicher Basis den Kindergarten in konzeptionellen Bereichen, insbesondere bei pädagogischen Fragen. Deshalb bedankte sich Frau Grashei vom AWO-Kreisverband als Vertreterin des Trägers für das Engagement des Kulturvereins Initiative e.V. im Kinderhaus Kunterbunt. Die Erstellung der „Werkhütte“ und des Spielhauses sei eine echte Bereicherung für das Kinderhaus Kunterbunt.

Dazu ergänzte der 1. Vorsitzende des Vereins Initiative e.V.,  dass dieses Projekt nur in Zusammenarbeit mit vielen Firmen, Elternbeirat und viel ehrenamtlicher Arbeit seitens des Vereins möglich gewesen sei. Dennoch habe der kleine Verein eine Summe von ca. 4500 Euro investiert, so Wild.

Weiter erklärte Georg Wild, warum der Kulturverein sich für die Errichtung dieser Werkhütte stark gemacht hat: „Wissensvermittlung aus zweiter Hand über Augen und Ohren beim Vorlesen aus Sachbüchern, bei Gesprächen und durchs Fernsehen kann letztendlich nicht die notwendige Basis für späteres Lernen und Können schaffen. Dabei wird die hohe Qualität der Bücher und Sendungen nicht in Frage gestellt, nur schaffen sie nicht die geeigneten Voraussetzungen, um die Informationen auch anwenden zu können.“. Ebenso bedankte sich Wild bei Andreas Zierer von der Berufsschule I, der in einer Projektarbeit das  Spielhaus erstellte.

Bei der Segnung der Werkhütte und des Spielhauses betonte Diakon Michael Weigl die besondere Liebe Jesu allen Kindern gegenüber. Dabei zitierte er aus dem Mathäusevangelium die Worte, „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“. Abschließend bedankte sich auch dritter Bürgermeister Gürtner beim Kulturverein für sein Engagement.



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