Nach kurzem Marsch führt ein schmaler Kiesweg in den lichtkargen Hochwald. Doch durch die zahllosen braunen Fichtenstämme ist der Blick auf die angrenzende Lichtung auf der Dam- und Muffelwild äsen fast versperrt. Auf der rechten Seite des Weges ist ein Rudel Wölfe auszumachen, das sich liebevoll um ihre Jungen kümmern, gleichzeitig aber durch seine unterwürfige Körpersprache die Rangfolge bestätigt.
Nach wenigen Augenblicken ist bei genauerem Hinsehen eine nicht unbeträchtliche Gruppe Damwild auszumachen, aus der sich einige Tiere zügig der Besuchergruppe nähern und keine Scheu zu haben scheinen. Als sich die Tiere dann schließlich um das von den jungen Besuchern mitgebrachte Futter streiten, wird klar, dass dies so nur im Wildpark Poing möglich war. Dieser war nämlich das Ziel von insgesamt mehr als 60 Kindern und drei Betreuern des Kulturvereins Initiative e.V., die an zwei Tagen im Rahmen des Altdorfer Ferienprogramms hier Station zu machen Im Wildpark leben fast wie in freier Wildbahn einheimische Tiere, die zum Teil sogar aus der Hand fressen.
In den Gewässern ziehen riesige Karpfen und Goldfische auf der ständigen Suche nach Futter ihre Kreise und auf den Gewässern gleiten Schwäne, Kanadagänse und Wildenten.
Neben Tauben, Schafen, Eseln, Ponys, Hängebauchschweinen, Zwergziegen, Füchsen, Wölfen, Mardern, Eichhörnchen oder Greifvögel war für die Kinder der große Spielplatz inklusive Westernstadt und Baumhaus mit Rutsche eine echte Attraktion, so Initiative Vorstand Georg Wild, der zusammen mit seiner Frau Doris, Birgit Schlemmer, Sybille Peckl, und Robert Wegezeder die Betreuung übernommen hatte.
Gleich neben der Picknick- und Spielwiese lud ein Falkner zu einer Greifvogelflugvorführung ein und bemühte sich den zahlreichen Besuchern die unterschiedlichen Greifvögel näher zu bringen. Den Kindern konnte er allerlei Wissenswertes über diese wunderschönen Tiere vermitteln. Der Falkner betonte gegenüber den Kindern immer wieder, dass die Tiere deshalb nicht wegfliegen, weil sie sich hier wohlfühlen, frei fliegen dürfen und mit Futter belohnt werden.
Ebenso dürfen die Vögel für die Falknerei nur aus der Zucht stammen, es werden also keine freifliegenden Vögel dazu verwendet, informierte er die interessierten Zuschauer.
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