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| Echte Gaudi mit drei „Unschuldigen“ |
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Zum ersten Mal öffnete sich heuer der Vorhang des „Altdorfer Stadltheaters“, das als Gruppe des Kulturvereins Initiative e.V. unter der Regie von Micheal Hacker ein Luststück auf die Bühne brachte: „Die drei Unschuldigen“
Da ist zum einem Paul Brückner, Besitzer eines Getränkeladens, unschuldig geschieden, sein Geschäft läuft schlecht. Mit breitem Grinsen verkörpert Robert Wegezeder diese Figur, die stete gute Stimmung verbreitet. Bald ist er nicht mehr einsam. Sein Freund Dieter Hepp flüchtet vor seiner Frau und den drei Töchtern, weil er sich nicht verstanden fühlt.
Ein Hochgenuss ist, wenn Christoph Wislsperger mit beeindruckender Mimik einfachste Handlungen in echte Hingucker verwandelt. Sprachlich und schauspielerisch atemberaubend. Franz Platten, ein weiterer Freund, von seiner Frau ebenfalls unschuldig vor die Tür gesetzt, wird von Stephan Wackerbauer bestens dargestellt, denn neben seinem schauspielerischen Talent sind zahllosen Trinksprüche gnadenlose Angriffe auf die Lachmuskeln der Zuschauer. Diese finden beim anschließenden Saufgelage in der kleinen Wohnung gleich Anwendung.
Eine Cousine des Freundes Hepp namens Bärbel Fuchs, die von der reizenden Sabrina Wimmer gespielt wird, hat ein Auge auf den Getränkehändler geworfen und mit diesem gewettet, den Umsatz drastisch zu steigern.
Bald ist es aus mit dem Ertränken der Sorgen in Alkohol. Bärbel bringt den Getränkeladen auf Vordermann und das Saufgelage gehörig durcheinander. Jasmin Hepp (Christine Kollmeier) und ihre Schwester Jutta (Alexandra Schweiger), die auch in ihren Nebenrollen voll überzeugen, wollen Dieter Hepp zurückholen, doch dieser weigert sich noch heftig. Auch der Freund von Jutta, Willi Boller (Martin Ostermeier) versteht sich zwar sofort mit seinem künftigen Schwiegervater, aber zurückholen kann er ihn auch nicht.
Die Frau von Franz Platten, Karin, die umwerfend von Sabine Wimmer gespielt wird, will ihren Mann ebenfalls zurückholen, die Art der Entschuldigung, die er will, geht ihr jedoch zu weit… Als Souffleuse unterstützte Margit Schratzenstaller die Gruppe.
Regisseur Michael Hacker führt die Schauspieler mit ruhiger Hand, gestützt auf langjährige Erfahrung - ein echter Gewinn für die Truppe.
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